Lost Place Tour zwischen Erfurt und Hof

Lost Place bei Erfurt - zugewachsener HauseingangEine Lost Place Tour sollte es sein. Schnell entdeckten wir viele tolle Lost Place in Thüringen. Unsere Unterkünfte an verschiedene Orte in Thüringen waren schnell gebucht und die Liste der Caches, die wir besuchen wollten wurde von Stunde zu Stunde länger. Alle konnten wir nicht schaffen. So wählten wir gezielt Caches aus, von den wir schon beim Lesen der Beschreibungen begeistert waren.

Die Sophienhelstätte

Ich fuhr nach Erfurt, dort traf ich auf meine Schwester und wir fuhren nach einem Bummel durch Erfurt zum Lost Place “Sophienheilanstalt“. Über das Gebäude staunten wir nicht schlecht. Wahnsinn, wie so ein schönes altes Fachwerkgebäude so vor die Hunde gehen kann. Wieso findet sich bei so einem tollen Gebäude keiner, der dieses Gebäude renoviert?

Der Cache lässt einem so viel Freiheit, dass man im ganzen Gebäude und Nebengebäude rumkommt und man sich einen sehr guten Eindruck machen kann, wie es wohl vor vielen Jahren dort war. Wir waren von dem Gebäude so begeistert, dass wir den Cache so nebenher machten.

Tag 2 – Ein ganz normaler Tag?

An diesem Tag hatten wir den Cache “Ein ganz normaler Tag” vor. Für uns war es kein normaler Tag, denn wir waren ja auf einer Lost Place Tour und dieser LP forderte einiges von uns. Bei jeder Station wurden wir sehr gefordert und wir wurden vo dem ein oder anderen Hinweis auf die falsche Spur geleitet. So hatten wir an diesem “ganz normalen Tag” als Hausmeisterinnen ganz schön was zu tun. Doch irgendwann ging es einfach nicht weiter. An diesem Tag wollte so manches nicht klappen und sich uns auch nicht zeigen. So brachen wir dann irgendwann ab, auch wenn wir nicht mehr viele Stages zum Final hatten.

Zwei Tage später, da war dann endlich bei uns ein ganz normaler Tag! Wir setzten an der letzt gefundenen Stage erneut an und fanden dann die restlichen Stationen mehr oder weniger zügig. Und irgendwann hatten wir dann auch das Final in den Händen! Eins kann ich ganz sicher zu diesem Cache sagen, er ist sehr intessant, bietet super tolle einfallsreiche Stages mit Herausforderungen und bietet eine sehr spannende Location. Mehr will ich zu diesem Cache nicht verraten.

Tag 3 – Zwei unvergessliche Lost Place bei Tag und Nacht

Wir machten uns frühr auf zum Oertelsbruch, um wieder mal Hausmeister spielen zu dürfen. Hoffentlich klappt es diesmal mit unseren Hausmeistererfahrungen. Dort an der Parkkoordinate fanden wir bereits andere Cachemobile vor. Sechs Münchner waren bereits startklar und liefen zur Stage 1 los. Dann kamen noch zwei Geocacher, die ebenfall warteten, bis die vielen Münchner weiterzogen. Gemeinsam machten wir vier uns dann zu Stage 1 und waren bereits nacht kürzester Zeit auf dem Weg zu Stage 2. Doch dort suchten noch die Münchner. Wir schauten uns nun erst mal etwas um und staunten. Das sieht hier aus, als ob das nur ein Teil des Lost Place “Der Hausmeister vom Oertelsbruch” ist.

Unsere Erfahrungen an Lost Place ist schon einiges, doch das hinter einem Lost Place ein ganzes Dorft sich versteckt, konnten wir nicht glauben. Jede weitere Station leitete uns weiter in das Dorf, von Haus zu Haus, teils durch ehemalige Stollen, hin und her bis wir das ganze Dorf kannten. Nebenbei ließen wir uns von unserer Neugierde treiben und liefen auch durch einen Stollen, der uns auf die andere Seite des Berges brachte. Wir blickten von dort weiter herunter zum ehemaligen Tageabbauareal. Wahnsinn, was für ein Ausblick.

Die Eindrücke kann ich nicht beschreiben. Geht selbst hin und machten diesen Cache. Die Reise dort hin lohnt sich allemal! Ihr werdet keine Minute es beräuen, dass kann ich euch versprechen. Bilder zu diesem Cache findet ihr im Fotoalbum Der Oertelsbruch.

Der Tag war fast vorbei. Er hatte uns sehr viele beeindruckende Erlebnisse bereitet die wir erst mal verarbeiten mussten. So fuhren wir in unser nächstes Hotel und bezogen unser Zimmer. Bei einem gemütlichen Abendessen beim einem Italiener, schwärmten wir nochmal von diesem Lost Place. Gibt es da noch eine Steigerung? Das ist schwierig, nicht das wir von den nächsten Lost Place enttäuscht sind.

Oh Schreck, ein Nachtcache

So nahmen wir die Beschreibung vom nächsten Cache zur Hand und studierten, was wir dafür alles brauchten. Oh schreck, das ist ja ein Nachtcache! Und wir wollten morgen heim fahren …

Wir bezahlten schnell und eilten ins unser Hotelzimmer, Ausrüstung zusammenpacken und ab zur Hotelinfo. Kurze Rücksprache wie wir nachts hier wieder ins Hotel reinkommen können und ab zum Lost Place Nachtcache. Dort am Parkplatz, mitten im tiefsten Thüringer Wald, wo sich normal kein Mensch nachts rumtreibt, trafen wir auf ein paar Männer. Ich wollte gerade meine Bergstiefel aus dem Kofferraum holen, als einer der Männer zu mir kam und mich ernsthaft fragte: “Kann ich dir helfen?”

Was sollte ich auf so eine Frage antworten so mitten im extrem dunklem Wald? So frech wie ich bin, meinte ich nach einem kurzen abscannen der Männer: “Nö, aber vielleicht später im Wald.” Er trottete weg und redete mit seinen Begleitern, dann stiefelten Sie los. Gefährlich konnten die vier Herren uns glaub nicht werden, sie hatten ja zwei Kinder dabei. Und dazu waren es waschechte Geocacher. Das war nicht zu übersehen!

Bereits an der ersten Stage hatten die ihre Probleme. Ein kurzes Gespräch brachte eine sehr amüsante Nachricht zu Tage, es war ihr erster Nachtcache! Puhh den “RADAR antwortet nicht mehr (NC/LP)” als ersten Nachtcache zu machen, dazu gehört schon was. Ab hier gingen unsere Wege gemeinsam weiter und wir hatten auf der ganzen Tour mit diesen Jungs sehr viel Spaß. Viele Gespräche gingen über Taschenlampen, Geocaching-Erfahrungen und Ausrüstungen. Der Marsch durch den Wald war gefühlt sehr kurz, da die Gespräche die Zeit verflogen ließ.

Ankunft beim Lost Place, wir standen vor … und waren ganz schön überrascht sowas hier zu finden. Drinnen waren wir als Team sehr stark und keine Station konnte sich längere Zeit verstecken. Die einzelne Rätselaufgaben ließen uns alle ganz schön schwitzen, doch mit so einem starken Team haben wir diese auch alle gemeistert. Jeder hatte mal einen Einfall oder Idee wie die Lösung sein könnte und so standen wir bald vor dem Final. Den Bonus machten wir natürlich auch noch gemeinsam, bis die Herren uns alleine zurückließen. Die beiden Jungs frohen. Schade, doch es war ja auch schon sehr spät … oder sollte ich sagen, sehr früh?!

Bilder gibt es zu diesem Cache nicht, da jedes Bild nur ein Spoiler sein könnte. Sucht selbst diesen tollen Cache, ihr werdet ein Abenteuer erleben, dass ihr nie vergessen werdet. Jede Station ist so mühsam aufgebaut worden und versteckt Dinge, die man nie dort erwartet. Der Owner muss wie der vom Oertelsbruch extrem einfallsreich und kreativ sein, denn solche Stationen baut man nicht mal kurz auf.

Wir können nur an diese beiden Cacheowner besten Dank für diese tollen und unvergesslichen Abenteuer sagen!

Und natürlich auch noch einen lieben Gruß und Danke für die tolle und nette Begleitung der Herren beim Radar. Freut micht, dass wir immer noch kontakt haben. Ich hoffe, wir machen bald wieder so eine tollen Cache zusammen.

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GC Usinn

Hinter dem Nickname GC Usinn steck eine weilbliche Person aus Süddeutschland die Geocaching liebt und viel Zeit in ihr Hobby steckt. Ein ständiger Begleiter ist nicht nur ihr GPS-Gerät mit vielen abgespeicherten Caches, auch ihr weißer Freund auf vier Pfoten ist ein treuer Suchblegeiter beim Geocaching. Google+